Wechselvolle Schulgeschichte

Auf Johann Peter Andries folgten die Lehrer Laubenthai, Kläser, Leuer, Mosen und Koch. Sie blieben zum Teil nur kurze Zeit in Niederbreitbach.

Schlecht bezahlte Lehrer, über 100 zu betreuende Kinder und räumliche Not prägten auch diese Jahre Niederbreitbacher Schulgeschichte.

1877 wurde durch die Firma Plag aus Niederbreitbach das Schulhaus erweitert und eine Lehrerwohnung eingerichtet. Seit 1886 erteilte Lehrer Schäfer, der als äußerst rührig galt, Unterricht in Niederbreitbach und war nebenbei Küster. Er sorgte dafür, dass ab 1888 die Wolfenackerer Kinder nach Kurtscheid in die Schule gingen.

1897 bestätigte die Koblenzer Regierung, dass eine einklassige Schule dann als überfüllt anzusehen wäre, wenn sie mehr als 80 Schüler hätte. Die arme Gemeinde Niederbreitbach war aber nicht in der Lage, einen weiteren Klassenraum und eine zweite LehrersteIle einzurichten.

Der Nachfolger Schäfers war ab 1899 Lehrer Kuhn. Er schlug 1903 vor, in Niederbreitbach eine neue Schule zu bauen, da die Wolfenackerer Kinder wegen Überfüllung der Kurtscheider Schule wieder die Schule in Niederbreitbach besuchen müssten. So stiege die Schülerzahl in Niederbreitbach auf 120. 1904 folgte Lehrer Ingenbrand auf Lehrer Kuhn. Nach 1906 waren die Lehrer Labonte, Nick und Gitzen seine Nachfolger.

LehrerJohannAntonSchaefer

Lehrer Johann Anton Schäfer mit Schülern vor der „Alten Schule“ um 1899.