Niederbreitbacher Grundschüler erkunden Wasserversorgung

Das Thema „Wasser“ spielte seit einiger Zeit eine wichtige Rolle in unserem 4. Schuljahr. Interessante Versuche zeigten uns, wie Trinkwasser gewonnen und wie Schmutzwasser gereinigt werden kann. Woher aber kommt unser Trinkwasser? Wie wird das Wasser gesäubert, das wir selbst verschmutzen? Diesen Fragen wollten wir auf den Grund gehen. Daher unternahmen wir mit unserem Klassenlehrer Herrn Michels einen Unterrichtsgang in die Ortsgemeinde Hausen, da einige Schüler unserer Klasse aus dieser Gemeinde kommen. Unsere erste Station war die Tiefbrunnenanlage in der Nähe des Eckwinkels. Hier erwartete uns Herr Hallerbach von den Wasserwerken der Verbandsgemeinde. Er erklärte uns, wie hier Grundwasser aus 42 m Tiefe hochgepumpt wird. Von dieser Stelle aus wird das Grundwasser in den  90 m höher gelegenen Hochbehälter gepumpt. Dieses hoch über Hausen gelegene Wasserwerk war die zweite Station unserer heimatkundlichen Wanderung. Erstaunt waren wir, als uns Herr Hallerbach in das Gebäude führte. So viele Maschinen und Geräte hatten wir nicht erwartet. Sie sind notwendig, um das Grundwasser zu filtern, zu reinigen und trinkbar zu machen. Dies nennt man, so lernten wir „Aufbereitung“. Erst dann gelangt das Wasser in den Hochbehälter, den wir nun besichtigten. In riesigen Becken, die wie kleine Schwimmbäder aussehen, werden 250.000 l Trinkwasser gelagert, durch natürlichen Druck fließt es in die Häuser der Ortschaft Hausen. Damit auch die Häuser und Orte, die über diesem Wasserwerk liegen, mit Wasser versorgt werden, wird das Trinkwasser von hier aus in noch höher gelegene Hochbehälter gepumpt.

Nach einem Picknick mit einem herrlichen Blick in das Wiedtal ging es nun steil bergab zur Kläranlage an der Wied. Hier erläuterte uns Herr Rene Rams, wie das verschmutzte Trinkwasser in verschiedenen Stufen gesäubert wird, bevor es wieder in den Wasserkreislauf der Natur gelangt. Aus einem Großteil der Verbandsgemeinde Waldbreitbach gelangt das Schmutzwasser durch Abwasserkanäle in diese mechanisch-biologische Kläranlage. Zuerst fließt es durch den Rechen, wo große Bestandteile entnommen werden. Im Sandfang setzt sich unten feiner Sand und oben Fett und Öl ab, das abgeschöpft wird. Nun gelangt das Wasser in das Belebungsbecken, wo ihm Sauerstoff zugefügt wird. Diesen benötigen die Bakterien, die den Schmutz im Wasser auffressen. Im Nachklärbecken kommt das Wasser zur Ruhe. Der Schlamm, der sich abgesetzt hat, wird getrocknet und als Felddünger verwendet. Ein Teil des Schlammes bleibt in den Becken, damit die darin enthaltenen Bakterien das Wasser weiterhin säubern können. Schließlich wird das gereinigte Wasser in den Vorfluter, die Wied, geleitet. Zum Schluss führte uns Herr Rams in einen Raum, in dem Computer standen, die die ganze Kläranlage überwachen und steuern. Alle Viertklässler möchten sich herzlich bei den Herren von den Verbandsgemeindewerken für die sehr lehrreichen Führungen bedanken. Uns wurde anschaulich verdeutlicht, mit wie viel Arbeit und Kosten es verbunden ist, Trinkwasser zu gewinnen und das Schmutzwasser wieder zu säubern.